— Der Guide
Piercing Größen: Stärke, Stablänge & Durchmesser erklärt
Wer zum ersten Mal Piercingschmuck bestellt, steht vor einer Piercing Größentabelle wie vor einer Fremdsprache: 16G, 1,2 mm, 8 mm Stab, 8 mm Ring. Jede Zahl beschreibt etwas ganz Bestimmtes – und sobald du weißt, was was ist, findest du ganz leicht die richtige Größe. Was...
Wer zum ersten Mal Piercingschmuck bestellt, steht vor einer Piercing Größentabelle wie vor einer Fremdsprache: 16G, 1,2 mm, 8 mm Stab, 8 mm Ring. Jede Zahl beschreibt etwas ganz Bestimmtes – und sobald du weißt, was was ist, findest du ganz leicht die richtige Größe.
Was bedeutet Gauge (G)?
Gauge gibt die Stärke des Stabs an, der durch das Piercing geht. Das Verwirrende daran: Die Skala läuft rückwärts – je höher die Zahl, desto dünner der Stab. 18G ist also dünner als 16G, und 16G dünner als 14G. Die Stärke wird meist mit einem „G“ angegeben und zusätzlich in Millimetern.
Die gängigen Stärken
- 20G (0,8 mm) – sehr fein; für manche Ohrläppchen- und Nasenflügelpiercings.
- 18G (1,0 mm) – fein; Ohrläppchen, Nasenflügel, manche Knorpelpiercings.
- 16G (1,2 mm) – die häufigste Stärke für Knorpelpiercings.
- 14G (1,6 mm) – kräftiger; Bauchnabel, Brustwarze, Zunge, Industrial, manche Conch-Piercings.
16G oder 18G: was ist was?
Diese beiden Stärken decken die meisten Ohrpiercings ab, deshalb lohnt es sich, sie klar auseinanderzuhalten. 18G (1,0 mm) ist feiner – typisch für Ohrläppchen und Nasenflügel und für einen zarten Look. 16G (1,2 mm) ist die Standardstärke für die meisten Knorpelpiercings: Helix, Tragus, Conch und mehr. Unser Titan-Labret in 16G ist ein typisches Beispiel. Die goldene Regel: Bleib bei der Stärke, die dein Piercer verwendet hat. Verlass dich nicht auf Vermutungen – zwingst du einen dickeren Stab in ein dünneres Loch, reißt das Piercing ein.
Stablänge und Durchmesser
Die Stärke ist nur die halbe Miete – du brauchst außerdem die richtige Länge (bei Stäben) oder den richtigen Durchmesser (bei Ringen).
Stablänge (Labrets & Barbells, z. B. beim Bauchnabelpiercing)
Gemeint ist der Abstand zwischen den beiden Enden, gemessen in Millimetern. Ein frisches Piercing bekommt oft einen etwas längeren Stab, damit Platz für die Schwellung bleibt. Nach dem Abheilen wird er gegen eine kürzere, besser sitzende Länge getauscht. Für Knorpel decken 6 mm und 8 mm die meisten Ohren ab, beim Ohrläppchen darf es oft ein bisschen mehr sein. Beim Bauchnabel kommt meist ein gebogener Stab (Banane) zum Einsatz, dessen Länge zur Tiefe deines Nabels passen sollte – wie bei unseren Bauchnabelpiercing-Modellen.
Ringdurchmesser
Bei Creolen und Clickern ist der Innendurchmesser in Millimetern entscheidend – 8 mm und 10 mm sind am Ohr am häufigsten, während Septum oder Daith je nach Anatomie einen enger anliegenden oder größeren Ring brauchen.
So misst du deinen vorhandenen Schmuck aus
Sitzt ein Schmuckstück perfekt, miss es aus und bestell dieselbe Größe nach. Nimm dafür am besten einen digitalen Messschieber: Miss die Stabstärke für die Gauge-Angabe, den Abstand zwischen den Enden für die Länge und den Innenkreis für den Ringdurchmesser. Ohne Messschieber kann dein Piercer das in Sekunden für dich erledigen.
Ändere die Stärke nicht auf eigene Faust
Ein dickerer, kräftigerer Look ist verlockend, aber eine größere Stärke bedeutet, dass du das Piercing dehnst – ein schrittweiser Prozess, der erst bei vollständig abgeheiltem Piercing und mit passenden Dehnstäben (Tapern) erfolgen sollte, niemals, indem du Schmuck hineinzwingst. Wenn du eine andere Stärke möchtest, sprich zuerst mit deinem Piercer.














